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| Finnja
Zurek hat noch genug Platz zwischen sich und der Stange der
Hochsprunganlage. Die Starterin des VfL Stade glänzt am Himmelfahrtstag
mit neuer persönlicher Bestleitung und überspringt erstmals 1,60 Meter. |
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| Michael
Konow hält mit 4,95 Meter den Platzrekord im Stabhochsprung in
Stade-Ottenbeck, verbessern konnte ihn der 21 Jahre alte Starter des
Schweriner SC in diesem Jahr nicht. Fotos: Gust |
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Großer Sprung und schwerer Absturz
Computer
löscht beim nationalen Himmelfahrtssportfest in Stade vorübergehend
alle Daten – Bestleistung von Finnja Zurek
Stade (mf).
Windböen fegen über das Sportzentrum Ottenbeck. Manche Leichtathleten
freuen sich über den Rückenwind, andere müssen feststellen, dass
dadurch die großen Sprünge beim nationalen Himmelfahrtssportfest des
VfL Stade unberechenbar werden. Auch die Computer in der Rechenstelle
tun Dinge, die keiner nachvollziehen kann. Kurz vor Beginn der
Veranstaltung, an der 200 Athleten aus ganz Norddeutschland teilnehmen,
sind alle Meldelisten irgendwo im Nirvana der elektronischen
Datenerfassung verschwunden.
„Wir haben hier den Mega-Daten-Gau“, stöhnt Organisator Matthias Meier.
Keine Urkunden, keine Ergebnislisten, keine Internetveröffentlichung –
aber wenigstens ein Sportfest, das mit einem perfekt eingehaltenen
Zeitplan glänzt. „Als alter Hase habe ich gestern alle Meldelisten
komplett ausgedruckt“, sagt Meier. 20 Jahre lang organisiert er schon
Leichtathletik-Veranstaltungen. Wohl auch dank dieser Erfahrung bleibt
der Stader Leichtathletik-Chef ruhig, füllt die Listen handschriftlich
aus.
Am Donnerstagabend wird noch lange versucht, den Computer zu
reaktivieren. Bisher blieb der Erfolg aus. Die Ergebnisse werden in den
nächsten Tagen unter Web-Tipp: www.vfl-stade-leichtathletik.de im Internet
veröffentlicht.
Michael Konow hatte den weiten Weg aus Schwerin auf sich genommen, um
in Ottenbeck zu starten. Die 21 Jahre alte deutsche Nachwuchshoffnung
im Stabhochsprung hatte vor einem Jahr den Stader Bahnrekord auf stolze
4,95 Meter erhöht. In diesem Jahr sollte die Fünf-Meter-Marke geknackt
werden.
„Das Wetter ist gut, bei Rückenwind können wir noch härtere Stäbe
springen, da sollte was drin sein“, sagte der Starter des Schweriner SC
vor seinem Einsatz. Auf diesen musste der Ausnahmesportler, der sich
bereits für eine Junioren-Weltmeisterschaft qualifizieren konnte,
allerdings lange warten. Nach dem Einspringen lag die Stange erst
einmal bei rund drei Metern Höhe und wurde nur langsam erhöht.
Als Konow eine Stunde später einsetzte, musste sich Wettkampfrichter
und Helfer Jürgen Erdmann richtig strecken, um die Latte der
Springanlage mittels Hilfsstab in die Aufhängung zu bringen. 4,80 Meter
ließ Konow auflegen – und schaffte es in drei Versuchen nicht, diese zu
überspringen. Eigentlich liegt seine persönliche Bestleistung bei 5,20
Meter. „Das habe ich in der Halle schon mehrfach gesprungen, aber
draußen ist es was anderes“, sagte er. Er sollte recht behalten. Als
Konow seinen Anlaufweg ermittelte, war der Wind noch gleichmäßig. Im
Wettkampf trieb er ihn dann zu weit an die Stange heran.
Besser machte es die 14-jährige Finnja Zurek. Die Lokalmatadorin
glänzte mit neuer persönlicher Bestleitung im Hochsprung. Zum ersten
Mal übersprang die VfLerin 1,60 Meter. Anna Klimek vom TSV Wiepenkathen
verbesserte den Platzrekord im 100-Meter-Sprint auf 12,49 Sekunden. Mit
4:32 Minuten über 1500 Meter für die Senioren-DM qualifiziert ist
Carsten Kröger (M45, VfL Stade).
Artikel erschienen am: 19.05.2007
(Quelle:
Stader Tageblatt)
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